Liebe Projektakteurinnen, liebe Projektakteure, liebe Teilnehmende!


Hallo und herzlich willkommen zur Fachtagung „Nah Dran 2026 Demokratie generationengerecht gestalten“


Wie gelingt demokratisches Vereinsleben, wenn unterschiedliche Generationen mit ihren Erfahrungen, Erwartungen und Ideen gemeinsam Verantwortung übernehmen?

Dieser und anderen Fragen widmet sich die diesjährige Nah Dran Tagung – Demokratie generationengerecht gestalten.

Demografischer Wandel, soziale und wirtschaftliche Umbrüche sowie die Klimakrise stellen die Frage nach Generationensolidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt mit neuer Dringlichkeit. Doch welchen Beitrag kann generationenübergreifendes Engagement dazu leisten? Wo begegnen sich Menschen unterschiedlicher Generationen und welche Themen beschäftigen sie? Gerade Vereinen und Verbänden kommt hierbei eine besondere Rolle zu. Sie bringen Menschen verschiedener Generationen zusammen, schaffen Möglichkeiten zur Mitgestaltung und sind insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Oft sind sie auch die wenigen altersgruppen- und herkunftsübergreifenden Orte, an denen Menschen einander begegnen und gemeinsam Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen.

Doch diese Rolle ist mit wachsenden Herausforderungen verbunden. Der demografische Wandel, veränderte Lebensrealitäten und der Wandel des Ehrenamts erschweren es vielerorts, Menschen langfristig für ein Engagement zu gewinnen. Gleichzeitig treffen unterschiedliche Erwartungen, Kommunikationsstile und Vorstellungen von Beteiligung aufeinander. Wie also können Vereine und Verbände eine Kultur schaffen, in der alle Generationen sich gehört, wertgeschätzt und zur Mitgestaltung eingeladen fühlen? Wie lassen sich Erfahrungswissen und neue Impulse produktiv verbinden? Und welche Strukturen und Beteiligungsformate braucht es, damit Engagement generationengerecht und zukunftsfähig gestaltet werden kann?

Die Nah Dran Tagung lädt dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Wir freuen uns auf inspirierende Impulse, praxisnahe Beispiele und anregende Gespräche darüber, wie generationenübergreifender Dialog und generationenübergreifende Zusammenarbeit gelingen kann.

Besonders dankbar sind wir auch für die Einreichungen aus Ihrer Projektpraxis, die in unserem Programm Eingang gefunden haben.

Auf ein Wiedersehen in Potsdam!

Ihre Regiestelle


Veranstaltungsort:

Kongresshotel
Am Luftschiffhafen 1, 14471 Potsdam

Der offizielle Programmstart der Fachtagung ist am 21. September um 9.30 Uhr.

Programm

Ankommen

Tagungsmoderation: Amira El Ahl

Tagungseröffnung

Sara Schmidt und Maria Pereira Robledo, Referat 64 „Zusammenhalt durch Teilhabe“, Bundeszentrale für politische Bildung

Begrüßung und Publikumsgespräch

Sönke Rix, Präsident der bpb

Keynote: Generationen im Wandel – Zusammenhalt zwischen Begegnung und Beteiligung

Wie kann generationenübergreifender Zusammenhalt gelingen, gerade in Zeiten von demografischem Wandel, Klimakrise und gesellschaftlichen Umbrüchen? Welche Rolle spielen zivilgesellschaftliche Initiativen dabei, Begegnung zu ermöglichen und gemeinsames Handeln zu fördern?

Prof. Dr. Claudia Neu geht diesen Fragen in ihrer Keynote nach. Auf Grundlage aktueller Forschungsprojekte, darunter die Studien „Generationen – Solidarität – Raum“ und „Generationenübergreifendes bürgerschaftliches Engagement für Zukunftsthemen in Kommunen“, zeigt sie, wie sich das Verhältnis der Generationen verändert und welche Chancen sich für die Gestaltung lebendiger Gemeinschaften ergeben.

Anhand von Praxisbeispielen aus Stadt und Land wird deutlich: Ein „Krieg der Generationen“ ist aktuell nicht zu erwarten. Unterschiedliche Perspektiven auf Zukunftsfragen wie Klimaschutz, politische Teilhabe und gesellschaftliche Verantwortung treten jedoch klar zutage. Entscheidend ist deshalb, Räume und Anlässe zu schaffen, in denen Generationen nicht nur miteinander ins Gespräch kommen, sondern gemeinsam Lösungen entwickeln und Verantwortung übernehmen.

Prof. Dr. Claudia Neu ist Inhaberin des Lehrstuhls „Soziologie ländlicher Räume“ an den Universitäten Göttingen und Kassel und war unter anderem Vorsitzende des Sachverständigenrats „Ländliche Entwicklung“ beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Seit 2026 ist Neu Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirat der Akademie für Raumentwicklung der Leibniz Gemeinschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem demografischen Wandel, der Daseinsvorsorge, der Engagement- und Zivilgesellschaftsforschung sowie der Soziologie der Einsamkeit

World Café

Standpunkt und Perspektive: 10 Thesen zur Generationensolidarität im Verein

Mittagspause

parallel stattfindende Workshops

Workshop 1: Von „Früher war alles besser“ bis „Die Politik hört nicht zu“ - Demokratieskepsis zwischen den Generationen verstehen

Leitung: Elisabeth Gliesche, Theresa Ostertag, Noel Schepp; Gegen Vergessen für Demokratie e.V.

Workshop 2: Junge Menschen und die extreme Rechte

Leitung: Dr. Lennart Hagemeyer, Pollytix

Diskussionsforum: Zwischen Mehrheiten und Mitbestimmung
Generationengerechtigkeit als demokratische Herausforderung

  • Dr. Michael Weinhardt, Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA)

  • Dr. Frederike Hofmann-van de Poll, Deutsches Jugendinstitut (DJI)

  • Moderation: Katharina Tenti

Workshop 4: Generationen im Dialog, Erfahrungen aus der Praxis

Leitung:

Ulrike Zimmermann, Projetmanagement Dialogformate ZEIT Verlagsgruppe

Silke Leicht, Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso)

Workshop 5: Brücken bauen zwischen den Generationen - LEGO® Serious Play® für lebendige Vereinsentwicklung

Leitung:

Workshop 6: „Jung genug? Alt genug? – Alter, Macht und Zugang zum Engagement“

Leitung:

Denise Knab, DLRG Bayern

Melanie Kroll, Berenike Pokatis und Heike Roth, Paritätischer Schleswig-Holstein

Projektspots: Ideen die verbinden - Praxisbeispiele für generationengerechtes Engagement und Generationensolidarität

  • Arbeitskultur zwischen den Generationen – Omas for future

  • Tisch der Generationen, die KunstBauStelle e. V.

  • Bühne der Generationen - Creative Change e.V.

  • Mut Kokon, Anne Marie Schütte, Soziale Arbeit Mittelmark e.V.

Workshop 8: Generationengerechtigkeit - Interessenkonflikt oder solidarische Praxis?

Leitung: Maximilian Lorenz, Bundesjugendring

Kaffeepause

Panel: Keine Macht der Ohnmacht – Wie Zivilgesellschaft handlungsfähig bleiben kann.

Tagesabschluss

Abendessen

Bühne der Generationen - eine interaktive Theaterperformance

Anmeldung

Hinweis:

Pro Projekt können sich 2 Personen anmelden. Bitte stimmen Sie sich im Vorfeld innerhalb Ihres Projekts ab, um Mehrfachanmeldungen zu vermeiden. Darüber hinaus wird es eine Warteliste geben.

Nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie eine automatische Eingangsbestätigung. Sollte das nicht der Fall sein, wenden Sie sich bitte an das Organisationsteam der Agentur familie redlich, das Sie werktags von 9:00 bis 18:00 Uhr unter der Telefonnummer + 49 176 1111 12 36 oder per E-Mail unter bpb-nahdran25@familie-redlich-events.de erreichen.

Location

Kongresshotel Potsdam

Am Luftschiffhafen 1, 14471 Potsdam-Westliche Vorstadt, Deutschland
14471 Potsdam

Das Kongresshotel Potsdam am Templiner See ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto gut erreichbar. Durch die Nähe zum Bahnhof Potsdam Pirschheide sowie zum Potsdamer Hauptbahnhof ist auch eine überregionale Anreise bequem möglich.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

  • Mit den Regionalbahnlinien RB22 oder RB33 bis zum Bahnhof Potsdam Pirschheide. Von dort sind es ca. 5 Minuten Fußweg bis zum Kongresshotel.

  • Alternativ vom Potsdamer Hauptbahnhof mit der Buslinie 631 bis zur Haltestelle „Am Luftschiffhafen“ oder mit den Straßenbahnlinien 91 oder 94 bis zur Endhaltestelle „Bahnhof Pirschheide“. Von beiden Haltestellen sind es ca. 5 Minuten Fußweg bis zum Hotel.

Anreise mit dem Auto:

  • Das Kongresshotel verfügt über eine kostenpflichtige Tiefgarage.